Maritime Sehnsucht… (1)

…und deren Bewältigung
Oder: einen Anker zeichnen

Tine von HiwwelWerk hat wieder einen Praxistipp für Euch zum Nacharbeiten und Mitträumen. Viel Spaß!

Hallo Ihr Lieben,
Ostern bedeutet für mich eigentlich Urlaub im Herzensland Dänemark. Im letzten Jahr hat uns kurz vorher die Grenzschließung einen Strich durch die Rechnung gemacht und für dieses Jahr war es deswegen schon klar, dass wir es mit der Urlaubsplanung vor Mai gar nicht erst versuchen brauchen.
Was also tun, wenn einen die Sehnsucht nach Meer, Wind und Strand packt?

Klaro: Mee/hr malen. Das hilft immer.

Als maritimes Motiv habe ich mir den Anker ausgesucht.

Einen Anker zu zeichnen ist gar nicht so schwer. Lasst Euch von der Symmetrie nicht abschrecken. Die hilft uns tatsächlich nämlich sehr. Wenn Ihr Euch einen Anker einmal genauer anschaut, werdet Ihr entdecken, dass die ganze Form eigentlich nur aus Linien, Dreiecken und Kreisen besteht. Ihr braucht für’s Erste einen Bleistift, Radiergummi, Geodreieck und evtl. einen Zirkel. Wenn Ihr anschließend noch Farbe ins Spiel bringen wollt (dazu mehr im 2.Teil), zeichnet gleich auf ein Papier, welches dafür geeignet ist. Ich habe mich für ein Mix media entschieden, auch unser Canson XL eignet sich dafür sehr gut.

Gehen wir’s Schritt für Schritt an:

  1. Zeichnet zuerst die Mittellinie und auf etwa 2/3 Höhe eine Querlinie, so dass ein Kreuz entsteht.
  2. An die obere Spitze kommt nun ein Kreis mit einem kleineren Innenkreis – also eigentlich ein Donut. Benutzt den Zirkel wenn Ihr mit Euren Kreisen nicht zufrieden seid. Anschließend verstärkt Ihr die Linien mit Außenlinien, so dass schon der obere Teil des Ankers sichtbar wird.
  3. Lasst die Außenlinien wie auf dem Beispielbild nach unten hin weiter auseinander gehen. Als Hilfe können Euch hier zwei Hilfspunkte links und rechts der Mittellinie dienen, mit denen Ihr die Außenlinien verbinden könnt. Nun kommt die „Kür“. Der untere Ankerbogen. Aber natürlich könnt Ihr auch hier wieder den Zirkel zu Hilfe nehmen um die beiden Bögen zu ziehen.
  4. Zum Schluß setzt ganz unten ein kleines Dreieck als Spitze an Euren Bogen. Außerdem kommt jeweils links und rechts ein kleines Dreieck auf die Bogenenden. Am oberen Quersteg könnt Ihr ebenfalls links und rechts einen Kreis setzen, wenn Ihr wollt.
  5. Wenn Ihr jetzt noch Lust auf ein Seil habt, fühlt Euch frei, einfach eines um Euren Anker herum zu schlingen. Easy peasy, denn ein Seil ist immer gleich dick und Ihr müsst auf keine Verjüngung wie bei einem flachen Band aufpassen.
  6. Fertig? Nein? Stimmt, da muss noch Farbe drauf. Das machen wir auch gern im nächsten Beitrag wieder zusammen. Fernweh muss man ja richtig auskosten 😉

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachzeichnen und uns allen eine schöne Frühlings- und Osterzeit. Vielleicht sehen wir uns am Meer? 🙂

Hat Euch die Anleitung geholfen? Schreibt uns gern und zeigt uns Eure Werke – wenn Ihr möchtet auch bei Instagram unter #creaTiSt. Wir reposten Eure Anker gern in unserer Story, wenn Ihr uns dafür ein kurzes OK gebt.