Gemeinsame Meilensteine, 3. Teil

„… so nahm Hänsel sein Schwesterchen an der Hand und ging den Kieselsteinen nach, die schimmerten wie neugeschlagene Batzen und zeigten ihnen den Weg…“ (Gebrüder Grimm)

Auch Schwestern können einander an der Hand nehmen. Manchmal dauert die Suche nach dem Weg halt etwas länger. Tine beschreibt, welche Schritte wir miteinander machten:

Vor einiger Zeit habe ich Euch hier im Blog erzählt, wie ich beim Handlettering gelandet bin und meine kreative Reise begann. (Der Beitrag ist hier zu finden…)
Ich hatte Euch von den „schier unerschöpflichen Ideenquellen des Internets“ erzählt. Und genau hier geht’s weiter.

Mein nächster Meilenstein war nämlich meine persönliche Entdeckung von Instagram. Hier trifft sich Rang und Namen der Letteringcommunity. Dazu kommen Sketchnoter, Kalligraphieliebhaber, Watercoloristen in allen möglichen Varianten und Digitalartists. Natürlich habt Ihr da auch über andere Netzwerke Zugang – meiner lag nun halt mal hier.

An der ganzen Sache gab es für mich jetzt 2 Probleme.

  1. Was ist das richtige Werkzeug für all diese tollen Letterings?
  2. Wo nehme ich die Zeit her, um all den neuen Input umzusetzen?

Wenn Euch das auch so geht: Zumindest in Punkt 1 können Steffi und ich da mittlerweile aushelfen 😉 Dazu aber später – oder Du schaust schon mal im Shop unter CreaTiSt oder auch Material rein.
Für Punkt 2 habe ich mir tatsächlich die Zeit schlichtweg genommen. Hört sich einfach an, war’s aber nicht.

Meine Lettering-Reise wurde durch Instagram jedenfalls ziemlich beflügelt. Es hat Spaß gemacht an Challenges der Community teilzunehmen, sich auszutauschen und sogar einen Kreativtreff im „real life“ zu besuchen.

In der Zwischenzeit hatte ich festgestellt, dass ich allein mit Lettering nicht ganz zufrieden war – das loose-watercoloring-Fieber hatte mich gepackt. Aquarelle in Verbindung mit einem Lettering, die perfekte Kombi! Meine Nachbarin borgte mir ihren Schulaquarellkasten für die ersten Versuche. Und zu Weihnachten gab’s von meinem Mann das wohl beste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten: meinen ersten eigenen Aquarellkasten. Die Feiertage war ich übrigens dann ziemlich beschäftigt.

Inzwischen male ich oft nach Stimmungslage. Es geht nicht immer bunt, es geht nicht immer Aquarell. Manchmal muss es eine Schwarz-weiß-Zeichnung mit dem Fineliner sein, manchmal ein Brushpen-Blending. Und ja, mittlerweile gestalte ich sogar digital am Tablet. Das Großartige an der Kreativität ist nun mal, dass keine Grenzen gesetzt sind und jeder sein Blatt (oder was auch sonst eben) genau so gestalten kann wie er mag.


Aber wieder zurück zum Anfang des Jahres 2020.

Denn bis hierhin haben Steffi und ich gebraucht, um festzustellen, dass Papier und Farbe ja wunderbar zueinander passen. Wir entwickelten die ersten gemeinsamen Projekte und gaben unserem neuen „Baby“ den Namen Crea.TiSt. Damit war wieder ein Meilenstein in der „kreativen Reise“ gesetzt. Und es ist so schön nun einen Wegbegleiter zu haben.

Zwischen all unseren Crea.TiSt-Projekten gestalte ich mittlerweile individuelle Auftragsarbeiten, Labels, Plotts, Postkarten und andere Drucksachen unter dem Namen „HiwwelWerk“.

Mein Beginn dieser Reise war der Adventskalender für einen ganz besonderen Menschen, weit weg in Berlin. 24 Tage lang schickte ich meiner Freundin mit den Karten Lustiges und auch mal Nachdenkliches, ein bisschen Weihnachtszauber, Wärme und Herzlichkeit.

Der Kalender beschäftigte Steffi und mich immer wieder. Und so haben wir bei 30 Grad im August darüber nachgedacht, wie wir in diesem ganz besonderen Jahr auch andere Menschen mit ein bisschen Wärme und Herzlichkeit durch die Adventszeit begleiten können.

Heraus kam unser gemeinsamer Adventskalender nach der „Berliner Idee“: 24 Tage by Crea.TiSt.

Für uns beide ist das ein ganz besonderer Meilenstein.

Geht doch ein paar Schritte mit uns! Und wartet mit uns gemeinsam auf Weihnachten, wenn Ihr möchtet!