Päckchenpacken – warum der Versand kostet

Päckchenpacken – warum der Versand kostet

Päckchenpacken gehört zu meinen Alltagsarbeiten. Dank meiner Kunden! Ich packe gerne, das ist immer ein bisschen wie Geburtstag oder Weihnachten. So, wie ich mir Mühe gebe bei der Herstellung eines Produktes, so möchte ich auch, dass es heil beim Empfänger ankommt. Es muss unterwegs ja einiges aushalten. Gut, dass meine Artikel in der Regel recht leicht sind. Ein wenig Packpapier reicht da aus, damit nichts umherschlägt in der Kiste, wenn sie gedreht wird. Kunststoffe wie Luftpolsterfolien usw. vermeide ich. Der Artikel selbst wird in Seidenpapier eingeschlagen, damit er geschützt ist. Außerdem erhöht das ein bisschen die Spannung beim Auspacken, oder?

Ich nutze einfaches, graues Seidenpapier. Warum? Das hat zwei Gründe. Zum einen färbt es nicht ab, falls es doch einmal feucht werden sollte. Zum anderen ist es um einiges günstiger als farbiges Papier.

Klingt vielleicht knauserig, mag sein. Aber rechne mal mit: Da ist ein Karton, in der Regel neu und sauber. Dann besagtes Seidenpapier, ebenfalls direkt vom Hersteller. Klebeband (bei mir übrigens auch aus Papier!) hält die Kiste zusammen auf ihrem holprigen Weg. Mein Etikett klebt außen drauf, damit du als Kunde einordnen kannst, wo das Paket herkommt. Oder im Zweifelsfall eine Rücksendung möglich ist. Dass ich außerdem einen Flyer und ein Danke-Kärtchen in das Päckchen lege, ist meine Sache und gehört zum Marketing (und zum guten Ton) dazu. All diese Kleinigkeiten kosten jeweils ein paar Cent. Lediglich das Packpapier zum „Ausstopfen“ ist meist recyclet aus Sendungen, die ich von meinen Herstellern bekomme. Endlich kommt dann noch der größte Posten in der Rechnung dazu: Das Porto. Kein Versanddienstleister überbringt Päckchen und Briefe umsonst. Auch logisch.

Hand auf´s Herz: Online bestellen ohne Versandkosten? Das geht nicht! Versandkostenfrei heißt immer, dass der Versandanteil im angegebenen Produktpreis versteckt ist. Oder bei großen Anbietern, dass sie die Kosten über den massenhaften Versand ihrer Produkte wieder rausholen.

Und jetzt kennst du auch den Grund, warum meine Artikel im Schenk-Werke-Shop bei Etsy teurer sind als hier im eigenen Onlineshop! Bei Etsy zahlst du für jeden einzelnen Gegenstand immer auch den Versand (und die Gebühren usw.) mit, auch wenn da steht, die Lieferung sei versandkostenfrei. Sorry, das ist eine etwas fiese Marketingstrategie, um im Shop-Riesen Etsy gesehen zu werden.
Hier im Shop wird pro Bestellung nur einmal die Versandpauschale angerechnet. Das lohnt sich schon ab dem zweiten Artikel in einer Bestellung! Und die Gebühren entfallen außerdem.

Schenk-Werke ist ein Kleinunternehmen, in dem die Produkte von Hand und mit Liebe hergestellt werden oder besonders ausgewählt werden. Masse gibt es hier nicht. Die anfallenden Kosten für den Versand von Bestellungen versuche ich so gering wie möglich zu halten. Es ist die Gratwanderung zwischen nötig, ansehnlich und nachhaltig.
Mitmachen lohnt sich übrigens auch: Für Selbstabholer entfallen die Versandkosten komplett!

Ich freue mich, wenn du meine Gedanken teilst und meinen Shop ab und zu besuchst. Es heißt ja: „Wenn du in einem kleinen Shop bestellst, tanzt dort ein Mensch.“ Ich bin jetzt vielleicht nicht so die Tänzerin, aber ich freue mich auf´s Päckchenpacken und auf meinen Gang zur Post!